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Normkonformität zur DIN EN ISO 8655:2022

Normkonformität Unser Kalibrierlabor arbeitet normkonform nach DIN EN ISO 8655:2022. Die bisherige Norm bestand aus sieben Teilen und stammt aus dem Jahr 2002 (Teil 7 aus 2005). Nach 20 Jahren hat die ISO (International Organization for Standardization, www.iso.org) die Normenreihe grundlegend überarbeitet und auf 9 Normteile erweitert. Mit dem Ausgabedatum 2022-11 hat das Deutsche Institut für Normung (DIN) die deutsche Übersetzung der gesamten Normenreihe veröffentlicht.

Seit dem 01. Januar 2024 arbeiten wir auf Grundlage der Normrevision ISO 8655:2022. Damit ergeben sich nicht nur Änderungen für uns, sondern auch für unsere Kunden. Im Folgenden haben wir für Sie die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
  • Änderungen der Toleranzen nach ISO 8655: Gerade bei kleinen Volumenbereichen sind die Toleranzgrenzen um einiges enger gesteckt als bisher.
  • Volumina unterhalb von 10% des Nennvolumens entsprechen nicht den Vorgaben der ISO 8655: Kalibrierungen mit Prüfvolumina unterhalb von 10% des Nennvolumens sind in Zukunft nur über kundenspezifische Toleranzen abbildbar. Diese können sich zwar an den Vorgaben der ISO 8655 orientieren, entsprechen diesen jedoch nicht.
  • Eine Übereinstimmung mit der ISO 8655-6 ist nur noch mit 10 Messwerten pro Messreihe zulässig. Außerdem muss nach jeder Reparatur oder Justierung ebenfalls eine Kalibrierung mit 10 Messwerten pro Messreihe durchgeführt werden.

Generell fordert DIN EN ISO 8655:2022 beispielweise:

1. Geräte und Ausstattung
  • Rückgeführte Thermometer zur Erfassung der Temperatur der Luft sowie der Prüfflüssigkeit
  • Rückgeführte Hygrometer zur Erfassung der Luftfeuchtigkeit
  • Rückgeführte Barometer zur Erfassung des Luftdrucks
  • Prüfflüssigkeit nach ISO 3696, Qualität 3
  • Vorrichtungen zur Minimierung von Verdunstungseffekten (Verdunstungsfalle)
  • Geeignete Waagen (Analysenwaagen, Halbmikrowaagen, Mikrowaagen)
2. Räume und Umgebungsbedingungen
  • Zugfreie und erschütterungsfreie Arbeitsplätze
  • Relative Luftfeuchte > 50%
  • Konstante Temperatur, die während der Kalibrierung um nicht mehr als 0,5 °C schwanken darf
  • Alle Geräte, die zu prüfenden Pipetten und die Prüfflüssigkeit müssen sich mindestens zwei Stunden vor der Prüfung im Prüfraum befinden